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Fachwissen iba 2023

backaldrin im Kreislauf des Lebens

Die innovativen Brot- und Gebäckideen von backaldrin brauchen vor allem eines: den Rohstoff Getreide. Damit dieser auch in Zukunft ausreichend zur Verfügung steht, ist eine intakte Natur sowie Ressourcenschonung unabdingbar. backaldrin leistet einen wichtigen nachhaltigen Beitrag dazu.

backaldrin International The Kornspitz Company
Asten, Österreich

„Als Backgrundstoffhersteller arbeiten wir täglich mit Naturprodukten, da ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, Verantwortung für Umwelt und Natur zu übernehmen“, heißt es von Unternehmenssprecher Wolfgang Mayer. Im Mittelpunkt der Bemühungen stehen die Sustainable Development Goals (SDGs) der UNO – 17 Ziele, die festgelegt wurden, um unter anderem extreme Armut zu beenden, Ungleichheit zu reduzieren und natürlich den Planeten zu schützen.

Diese Verantwortung beginnt bei backaldrin bereits bei der Beschaffung der Rohstoffe. Um lange Transportwege und damit CO₂-Emissionen bestmöglich zu vermeiden bzw. zu reduzieren, gilt bei backaldrin etwa stets der Grundsatz: Ist etwas in ausreichender Menge und Qualität verfügbar, wird auch regional gekauft und auf heimische kleinstrukturierte Landwirtschaft zurückgegriffen. Das gelingt durch langfristige Partnerschaften mit Lieferanten und Betrieben. So stammen beim Original Kornspitz*, dem Flaggschiff des Hauses, etwa 90 Prozent der Zutaten sowie 90 Prozent aller verarbeiteten Getreideprodukte aus Österreich.

Lässt der Rohstoff eine heimische Beschaffung nicht zu, wird nach nachhaltigen Lösungen gesucht. So bezieht das Unternehmen etwa Kakao auch von Rainforest Alliance zertifizierten Farmen. Bei Palmöl wird wiederum bestmöglich auf eine RSPO-Zertifizierung geachtet. Kontrolliert und begutachtet wird der Einsatz dieser Rohstoffe regelmäßig von unabhängigen Stellen. So ist der Betrieb seit vielen Jahren erfolgreich nach BIO, RSPO und auch AMA-Richtlinien zertifiziert. Zudem ist backaldrin Member of Sedex, einer Datenplattform für Transparenz im Nachhaltigkeitsengagement von Unternehmen.

 

Mit Digitalisierung zu mehr Nachhaltigkeit

Eine Chance, die Nachhaltigkeit weiter zu steigern, sieht das Unternehmen auch in der Digitalen Transformation, denn Digitalisierung kann zur Ressourcenschonung maßgeblich beitragen, wie eine Kooperation mit dem Münchner Start-up Delicious Data zeigt. Um den Müllbergen von Lebensmitteln – darunter auch Brot und Gebäck – etwas entgegenzuwirken, setzt dieses Künstliche Intelligenz ein. Mithilfe exakterer Absatzprognosen wissen Bäcker und Bäckerinnen genau, wann wie viel Brot benötigt wird. Überproduktionen, die schlussendlich dann vielleicht in die Tonne wandern, sollen damit vermieden werden – ein wichtiger Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft, die zunehmend an Bedeutung gewinnt.

 

Das Konzept dieser ist es, den Wert von Rohstoffen möglichst lange im Umlauf zu halten – wie etwa durch Recycling – und dabei möglichst wenig Umweltbelastungen zu erzeugen. Vor allem bei der Reduzierung von Abfall schlummert hier großes Potenzial, das auch backaldrin nicht nur in Form von Mülltrennung nutzt:

 

Bei über 800 Produkten, die das Unternehmen mittlerweile entwickelt und produziert, müssen die Rohre und Behälter, durch die die Backgrundstoffe im Unternehmen transportiert werden, regelmäßig mit Mehl gereinigt werden, um die Reinheit der verschiedenen Produkte zu garantieren. Seit Jänner 2023 wird dieses „Reinigungsmehl“ nun an die Firma REPLOID Value Solutions GmbH in Wels gesendet, wo das ausrangierte Mehl von backaldrin zu Futtermittelsubstrat verarbeitet und anschließend verfüttert wird.

 

Ebenso wird im Bereich Energie auf Kreislauf gesetzt, denn Fakt ist: ohne Energie keine Produktion. Jedoch erzeugen Produktionsprozesse selbst auch Energie, insbesondere in Form von Abwärme. Diese entsteht bei backaldrin etwa durch die Erzeugung von Druckluft für die Maschinen, wo während des Kompressionsvorgangs Wärme freigesetzt wird. Diese Wärme wird über Wärmetauscher in große Speicherbehälter geleitet. In diesen Behältern wird Wasser erwärmt, das anschließend gezielt in verschiedenen Produktionsstadien wiederverwendet wird. Ein konkretes Beispiel dafür ist die Herstellung von Backaroma Sauer (BAS), bei der dieses vorgewärmte Wasser zum Einsatz kommt. Dadurch wird ein ressourceneffizienterer Produktionskreislauf geschaffen, der hilft, den Energieverbrauch zu optimieren.

 

Genial sozial

Gefragt ist Nachhaltigkeit jedoch nicht nur im Sinne von Ökologie und Ökonomie, sondern auch der soziale Aspekt muss berücksichtigt werden. Seit Jahren engagiert sich backaldrin deshalb für Entwicklungsarbeit in Afrika. Im Jahr 2012 war backaldrin einer der Mitgründer der „Angel Bakery“ mitten im größten Slum Kenias und sorgte für die komplette Ausstattung, Ausbildung und technische Unterstützung. Bis dato konnten 15 Bäckerinnen und Bäcker dort eine Ausbildung abschließen. Weitere 30 sollen noch dieses Jahr ihren Abschluss machen. „Neben der Bäckerei umfasst das Projekt auch ein ‚Social and Health Care‘-Zentrum, das von der ‚Angel Bakery‘ mit Brot und Gebäck versorgt wird. Bildung, Gesundheit und Nahrung sind der Schlüssel zu Veränderung und einer Verbesserung der Lebensumstände“, so backaldrin-Eigentümer und Kornspitz-Erfinder Peter Augendopler.

Ebenso wird firmenintern auf eine faire, familienfreundliche und soziale Umgebung geachtet. Denn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für das Funktionieren eines Unternehmens essenziell. So sind im Hause backaldrin 25 Nationalitäten vertreten, die Frauenquote liegt aktuell bei 35 Prozent.

 

*Die Angaben beziehen sich auf den Kornspitz, hergestellt in Österreich und unter Verwendung von Mehl, Wasser sowie Salz aus Österreich.

 

Unternehmenssprecher Wolfgang Mayer:

Warum ist backaldrin Nachhaltigkeit wichtig?

backaldrin ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit einer sehr festen lokalen und regionalen Verankerung. Wir haben eine gesellschaftliche Verantwortung gegenüber Kunden, Menschen und Natur. Alle leben wir im gleichen Lebensraum und jede einzelne Person hat die Möglichkeit, mit ihrem Handeln einen Baustein für eine nachhaltige Lebensweise zu setzen. Wir wollen in allen Bereichen des Unternehmens dieses Bewusstsein stärken und haben viele Projekte in der Umsetzung für eine nachhaltige Zukunft. Wir wollen „Zukunft leben“.

 

Ihre Kontaktperson

Mag. Rudolf Grassmann, MSc.

Mag. Rudolf Grassmann, MSc.

Leitung Digitalisierung

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